Seit der Einführung des iPhone versucht die Porno-Industrie, aus der neuen Geräteklasse “Smartphones” Profit zu schlagen. Bislang waren die Versuche allerdings eher kläglich verlaufen, da der unangefochtene Platzhirsch Apple seinen App Store konsequent für nicht jugendfreie Inhalte sperrt.
Beim iPad hat die Porno-Industrie allerdings ein sehr offensichtliches Schlupfloch entdeckt, das Apples rigiden Jugendschutz effektiv umgeht: Da der Safari-Browser HTML 5 inklusive den in dem Web-Standard verankerten Video-Funktionen unterstützt, schießen derzeit zahllose für das iPad optimierte Porno-Seiten wie Pilze aus dem Boden.

Einige große Labels haben bereits ihr gesamtes PornoFilm-Angebot für das iPad konvertiert und verfügbar gemacht. Und während die Bezahl-Angebote der professionellen Anbieter normalerweise im Internet das Nachsehen gegen Gratis-Porno-Angebote wie YouPorn haben, sieht das Bild auf dem iPad wiederum ganz anders aus. Da YouPorn & Co. ihre Porno-Videos mit Hilfe des Flash-Players anzeigen, können diese Inhalte auf dem iPad nicht dargestellt werden. Dementsprechend herrscht auf dem iPad derzeit eine Art Monopol der Anbieter kostenpflichtiger Erotik- und Porno -Inhalte.
Wahrscheinlich werden die Anbieter von Gratis-Porno-Portalen schon in wenigen Monaten nachziehen und auch HTML-5-Versionen ihrer Porno-Videos anbieten, doch bis dahin herrscht bei der Porno-Industrie dank des iPad derzeit Goldgräber-Stimmung.